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Abb.: Rita Horn
CC BY-SA 4.0
Rechteinhaber: Friedrich-Schiller-Universität Jena
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Bauchamphora mit Darstellung von Herakles und Nereus

weitere Abbildungen:

Beschreibung

Die sehr qualitätvolle Vase ist in schwarzfiguriger Technik hergestellt, d.h., die Figuren wurden mit verdünntem Glanzton auf das Gefäß gemalt, wo sie nach dem Brand schwarz erscheinen; Innenzeichnungen wurden nachträglich kunstvoll eingeritzt. Bis auf ein Ornamentband über dem Fuß (Strahlenkranz) und die beiden Bildfelder ist das Gefäß vollständig mit schwarzem Firnis überzogen, zudem sind verschiedene Details mit Rot und Weiß aufgetragen. Das Bildfeld wird oben von einem Lotusblüten-Palmetten-Band abgeschlossen. Seite A zeigt den griechischen Helden Herakles, der mit einem Löwenfell, seinem typischen Attribut, bekleidet ist und einen Köcher über der rechten Schulter trägt. Er kämpft gegen Nereus, eine mythische Gestalt mit Menschenleib und Fischschwanz, die in seiner Rechten einen Delfin hält. Nereus ist nach griechischer Überlieferung ein Meeresgott, der gemeinsam mit seiner Gattin Doris und seinen 50 Töchtern, den Nereiden, das ägäische Meer bewohnte und eine prophetische Gabe besaß. Herakles begegnete ihm bei einer seiner zwölf Taten: nämlich auf seinem Weg in die Gärten der Hesperiden, als er die berühmten goldenen Äpfel holen sollte, die den Göttern ewige Jugend verliehen. Nymphen hatten Herakles den Aufenthaltsort des Nereus verraten. Nachdem er ihn ausfindig gemacht hatte, ergriff er ihn im Schlaf, fesselte ihn, während er sich durch Verwandlung in verschiedene Gestalten zu befreien suchte, und gab ihn nicht eher wieder frei, bis er ihm offenbarte, wo die Äpfel der Hesperiden zu finden seien. Unser Vasenbild zeigt den Moment, in dem Herakles den Meeresgott im festen Würgegriff hat. Das Motiv auf Seite B entspricht demjenigen auf Seite A, nur mit dem Unterschied, dass Nereus den Delfin in der Linken hält und Herakles eine Keule in der Linken hat. Die Abenteuer des Herakles gehören zu den beliebtesten Motiven in der griechischen Kunst des 6. und 5. Jahrhunderts vor Christus.
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