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Rechteinhaber: FSU Jena: Sammlung Ur- und Frühgeschichte
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Halsring aus Dienstedt / Ilmkreis (Thüringen) aus einem Fürstinnengrab

Beschreibung

Dieser aufwendig gefertigte Halsring stammt aus einem Fürstinnengrab bei Dienstedt und datiert in die 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts.
Der massive rundstabige Halsring besitzt als Verschlusselement eine birnenförmige Verschlussplatte und ein Hakenende. Zu den Verschlussenden hin sind jeweils zwei Drahtspiralen aufgeschoben, gesäumt von jeweils drei mal drei Perldrahtringen. Diese so genannten Manschetten halten jeweils vergoldete, mit je zwei umlaufenden gerippten Wülsten verzierte Pressbleche.
Sind die beiliegenden Bronzegefäße als römische Importe anzusprechen, entstammt u. a. der Halsring voraussichtlich heimischer Produktion. Das unmittelbare Vorkommen einer zur Grabanlage benachbarten und etwa zeitgleichen Siedlung, mit Resten von Wohnhalle, Getreidespeicher und Werkplatz mit Schmiede- und Gusseinrichtung für Eisen und Buntmetalle, - in der das Rohstück eines ebensolchen Halsringes gefunden wurde, vermuten dies. Dass es sich jedoch bei dem Halsring nicht nur um ein reines Schmuckelement für seine Trägerin, sondern um ein Statussymbol in eine gehobene Bevölkerungsschicht handelt, beweisen nicht nur Art und Umfang der Ausstattung der Bestatteten, bei der es sich durchaus um die Hofherrin der erwähnten Siedlung gehandelt haben könnte.


Literatur:
K. Peschel, Ein germanisches Frauengrab aus der Zeit der ersten Thüringer. In: Reichtümer und Raritäten. Denkmale, Sammlungen, Akten und Handschriften. Jenaer Reden und Schriften (Jena 1990), S. 68-76

B. Schmidt / J. Bemmann, Körperbestattungen der jüngeren Römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit Mitteldeutschlands. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle 2008)

Ivonne Przemuß
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