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Bibliothek des Thüringer Oberlandesgerichts
Thüringer Oberlandesgericht, Bildquelle Frau Cathrin Martin

Bibliothek des Thüringer Oberlandesgerichts

Die Bibliothek des Thüringer Oberlandesgerichts im Justizzentrum Jena ist mit mehr als 70.000 Medieneinheiten eine der größten Behördenbibliotheken des Freistaats Thüringen. Als solche dient sie vorrangig dem Dienstgebrauch der im Justizzentrum Jena ansässigen Gerichte und Justizbehörden. Neben aktueller Literatur mit vorrangig rechtswissenschaftlichem Inhalt und 130 Periodika enthält der Bestand auch eine historische Sammlung mit etwa 32.000 Bänden. Diese stammt aus der Bibliothek des Gemeinschaftlichen Thüringischen Oberlandesgerichts Jena (1879 bis 1945) und umfasst juristische Werke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Zusammengetragen wurde diese Sammlung für den damaligen Dienstbetrieb aus den Dienstbeständen Thüringer Gerichte und durch kontinuierliche Anschaffungen. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstand so nicht nur die größte juristische Fachbibliothek in Thüringen, sondern auch eine der größten juristischen Spezialbibliotheken außerhalb der Universitäten in Deutschland. Bis zu 3.000 Bände der Bestände lassen sich noch auf das im Jahr 1817 in Jena eingerichtete Oberappellationsgericht zurückführen, einige der Werke sogar auf das von 1566 bis 1816 in Jena bestehende Hofgericht. Damit ist die historische Sammlung zugleich ein Zeugnis der bereits seit mehr als 450 Jahren andauernden obergerichtlichen Rechtsprechungstradition in Jena. Die historische Sammlung wurde mit dem Neuaufbau der Justiz in der damaligen DDR im Jahr 1952 von Jena an das Deutsche Institut für Rechtswissenschaften in Potsdam überführt. Erst im Jahr 1998 konnte der größere Teil der Sammlung an das inzwischen eingerichtete Thüringer Oberlandesgericht Jena zurückgeführt werden. Die Teilbereiche der historischen Sammlung, die das preußische Recht betreffen, blieben in Potsdam und werden gegenwärtig in der Bibliothek der Universität Potsdam betreut.

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